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![]() Seit nun fünfzehn Jahren schon ist die von Peggy von Cramer-Klett ins Leben gerufene und zusammen mit Biggi Ritscher geführte Hohenaschauer Sommerakademie ein Mekka für bildende Künstler aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland. Die in einem prächtigen Park, am Fuße des Hohenaschauer Schlossberges gelegene, Anfang des letzten Jahrhunderts erbaute geräumige Villa, deren Charme man sich nur schwer entziehen kann, ist zugleich ein Ort der Begegnung für Menschen, die in ihrer schöpferischen Tätigkeit und in der |
bildenden Kunst nicht eine bloße Freizeitbeschäftigung, sondern eine gesteigerte
Form des Lebens erkennen.
Namhafte Dozenten vermitteln hier
in dem stilvollen Ambiente der Akademie
und in der Geborgenheit der Chiemgauer
Bergwelt und des anmutigen Prientales
ihren Schülern das nötige Rüstzeug zur
selbstschöpferischen Betätigung, die
letztlich die bildende Kunst zu einem festen
Bestandteil des Lebens macht und
eine völlig neue Dimension des Naturerlebens
und der Welt um uns herum erschließt. »Kunst ist das Fenster, durch das der
Mensch seine höhere Fähigkeit erkennt«
sagt der italienische Maler Giovanni Segantini (1858-1924). Die Hohenaschauer Sommerakademie ist so ein genialer Ort des Erkennens oder der Erkenntnis, an dem nicht nur nahezu alle künstlerischen Techniken und Gestaltungsformen, wie Malerei, |
Graphik und Bildhauerei, sondern auch das richtige, bewusste Schauen gelehrt
werden. Denn wer mit den Augen
des Künstlers sieht, erlebt und sieht mehr
und wird sich sehr schnell als großer Bewunderer
der Schöpfung erkennen.
Die Künstlervilla scheint immer noch
beseelt vom guten Geist des großen
Erzählers und Schriftstellers Ludwig
Benedikt Freiherr von Cramer-Klett (1906-
1985), der in diesen Räumen gelebt und
gearbeitet hat und in seinem, im ganzen
deutschsprachigen Raum verbreiteten
Schrifttum seiner Bewunderung für die
Schöpfung Ausdruck verliehen und seiner
geliebten Chiemgauer Heimat ein unverrückbares
Denkmal gesetzt hat.
Wer einmal in der angenehmen Atmosphäre
dieser Räume künstlerisch arbeiten
darf wird etwas spüren von den Musen,
die hier noch verweilen und wird schon
nach wenigen Tagen durch die bildende
Kunst lernen, die Natur in ihrem geistigen
Inhalt zu verstehen. Dr. Jörg Mangold
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